Medienpädagogik in der Grundschule ist essenziell, um Kinder frühzeitig zu einem kompetenten, kritischen und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu befähigen. Sie fördert Medienkompetenz als Schlüsselqualifikation, schützt vor ungeeigneten Inhalten, schafft eine Balance zwischen On- und Offline-Zeiten und unterstützt moderne Lehr- und Lernformen im Unterricht. Die Medienpädagogik ist daher fester Bestandteil des allgemeinen und auch unterrichtlichen Alltags geworden. Doch auch im Zusammenhang mit dem Schutz der Kinder vor Gewalt und insbesondere der sexualisierten Gewalt spielt die Medienpädagogik eine immer größere Rolle. Deswegen wollen wir im Folgenden auf verschiedene Gefahrenquellen, die durch die Nutzung onlinebasierter Foren und sozialer Netzwerke entstehen können, eingehen und beleuchten hier mögliche Täterstrategien.
Man bezeichnet das gezielte Ansprechen von Kindern unter 14 Jahren im Internet mit dem Ziel, sexuelle Kontakte anzubahnen, als „Cybergrooming“. Dabei chatten Täter unter vorgetäuschter Identität, zunächst ohne ihre Absichten deutlich zu machen, mit Kindern und Jugendlichen. Häufig erschleichen sie sich zunächst das Vertrauen durch Komplimente, kleine Geschenke und vermeintlich gemeinsame Interessen. Später verlangen Cybergroomer kleine Gefälligkeiten, wie Bilder, Videos oder Informationen (mit sexuellem Inhalt), bis hin zu einem Treffen. Für die Betroffenen erscheint die Situation oft aussichtslos - vor allem, wenn sie sich aus Scham, Schuldgefühlen und Angst nicht an eine Vertrauensperson wenden können. Cybergrooming passiert jeden Tag, an jedem erdenklichen Ort und betrifft, wie auch die unten dargestellte Auswertung einer Befragung des Landesrats für Medien zeigt, alle Altersgruppen.
Aus diesem Grund ergibt sich für uns als Schule die dringliche Notwendigkeit, unsere Schülerinnen und Schüler insbesondere auch auf den Umgang mit sozialen Netzwerken oder onlinebasierter Foren vorzubereiten, um sie durch frühzeitige Aufklärung über Risiken im Internet zu einem sicheren, reflektierten Handeln zu befähigen. Dabei ist es auch wichtig, mögliche Gefahrenquellen zu benennen sowie Handlungsstrategien zur Prävention oder auch in akuten Problemsituationen zu besprechen und aufzuzeigen. So haben wir uns in den unterschiedlichen Jahrgängen auf verbindliche und altersangepasste Unterrichtsmodule verständigt, um dieser Notwendigkeit gerecht zu werden:
Grundschule Am Sonnenberg
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