Lernpaten an der Grundschule Unkel –                                                                                                         Projekt „Keiner darf verloren gehen“

Ziel des Lernpatenprojektes ist die Verbesserung der Bildungschancen von Kindern, die sich in benachteiligten Lebenssituationen befinden. Dies kann z.B. die Herkunft aus einer bildungsfernen Familie sein, eine Integrationsherausforderung, die zu bewältigen ist, Lebenssituationen mit Krankheit, Trennung und Scheidung oder auch persönliche Lernschwierigkeiten des Kindes. Die Kinder sollen durch die individuelle Betreuung von ehrenamtlichen Lernpaten eine zusätzliche Betreuung und Förderung erhalten. 

 

Ich bin durch den Flyer „Schenkst du mir zwei Stunden“ des Caritasverbandes Rhein – Wied – Sieg e.V. auf das Projekt aufmerksam geworden. Nach einer Schulung zur Vorbereitung auf die Tätigkeit durch den Caritasverband im Jahr 2013 bin ich mit viel Freude als Lernpatin an unserer Grundschule tätig. Neben einer Schulung zur Vorbereitung finden regelmäßige Treffen zum fachlichen Austausch statt. Wir werden durch die Mitarbeiter des Caritasverbandes in unserer Arbeit hervorragend betreut. 

 

Ich genieße meine Arbeit sehr, habe viel Spaß mit den Kindern und bleibe jung dabei. Ich schenke den Kindern Aufmerksamkeit und versuche den Spaß am Lernen zu fördern. Dabei sehe ich die Arbeit einer Lernpatin oder eines Lernpaten nicht als Konkurrenz zur Nachhilfe oder als eine reine Form der Hausaufgabenbetreuung. Es ist mehr: Es geht darum, Verhalten zu schulen und die Kinder zu ermutigen, sich ständig zu verbessern und bei Schwierigkeiten nicht zu resignieren. Im Vordergrund steht die Hilfe zur Selbsthilfe. Als Lernpatin sehe ich mich als Begleiterin des Kindes und helfe bei der Umsetzung nur da, wo es Schwierigkeiten gibt. 

 

Dadurch, dass die Kinder mehr Aufmerksamkeit bekommen als von zu Hause üblich oder in der Schule möglich, werden sie bei der Entwicklung ihrer eigenen Persönlichkeit stärker unterstützt. Bei einigen Kindern, gerade bei jenen, die fremd aus einem anderen Land kommen oder die besonders schüchtern und zurückhaltend sind, steht vor allem im Vordergrund, eine liebevolle Beziehung aufzubauen. So hat man die Möglichkeit eine zusätzliche Bezugsperson für ein Kind zu sein und ihm mit Zeit und Geduld, Verständnis und Lebenserfahrung zur Seite zu stehen. 

 

Der Bedarf von Kindern, die Unterstützung benötigen, ist immens groß. Weitere Lernpaten werden benötigt, um neue Kinder in das Projekt aufzunehmen. 

 

Lernpate werden kann jeder, der gerne ehrenamtlich mi Kindern arbeitet und sich vorstellen kann, mindestens zwei Stunden in der Woche mit einem Kind in der Schule zu verbringen. Ein offenes Ohr und Herz für die Geschichten, Träume und Sorgen der Kinder sind natürlich Voraussetzung dafür. Ich kann daher nur für dieses wunderbare Projekt werben und jeden ermutigen Kinder auf ihrem Weg mit zu unterstützen. „Lernpaten schenken Bildungschancen!“. Alle, die sich für das Projekt interessieren, erhalten Informationen vom Caritasverband Rhein – Wied – Sieg in Neuwied oder vom Kreisjugendamt Neuwied.